Montag, 8. August 2011

Interview mit Bettina Wohlwend

Die Kunstportalbetreiberin Bettina Wohlwend wuchs in Karlsruhe auf und machte hier Ihren Schulabschluss. Nach dem Abschluss blieb sie für ein Biologiestudium in der Fächerstadt. In den folgenden Jahren arbeitete sie an verschiedenen Forschungsprojekten in Wien, Stockholm und London. 1997 kehrte sie nach Karlsruhe zurück, wo sie zunächst am Forschungszentrum tätig war. Zur Jahrtausendwende orientierte sie sich neu und absolvierte ein Aufbaustudium zur Webprogrammiererin. 2005 startete sie das Kunstportal "artports.com".

raumK: Frau Wohlwend, Ihr Werdegang ist beeindruckend. Doch was steckt dahinter? Was hat Sie von den Naturwissenschaften zur Kunst getrieben?

Wohlwend: Kunst hat mich bereits seit meiner Jugend fasziniert, und nach einigen Jahren Arbeit im Bereich der Molekularbiologie hatte ich den Wunsch, mich professionell mit der Kunst zu beschäftigen. Die Ausbildung als Webprogrammiererin eröffnete mir die Möglichkeit, zunächst ein deutschlandweites Internetportal für Bildende Kunst zu schaffen, in dem sich Galerien und Museen sowie Künstler präsentieren können. 2007 erfolgte der Ausbau zu einem internationalen Portal mit rund 6500 gelisteten Galerien und Museen sowie wesentlich erweiterten Inhalten.

raumK: Der Erfolg Ihres Online-Portals "artports.com" ist bereits heute mit über einer halben Million Seitenbesuchen pro Monat beeindruckend. Seit Beginn dieses Jahres gibt es das zum Portal passende Online-Magazin "artports magazine". Was kann man sich darunter vorstellen?

Wohlwend: Das artports magazine ist seit Januar 2009 online. Unter der Leitung der Kunsthistorikerin Roswitha Zytowski bietet es eigenständig recherchierte redaktionelle Beiträge zu verschiedenen Kunstthemen, wie beispielsweise Interviews, Ausstellungs- und Buchrezensionen oder Berichte über Kunstakteure. Es ist eine wichtige und logische Ergänzung zu den "sachinformatorischen" Inhalten des Portals. Auf artports.com findet der Besucher somit vom aktuellen Museen- und Galerienprogramm inkl. Wegbeschreibung und Öffnungszeiten, Kunstvideos, Kunstmesseterminen bis hin zur monatlichen Kunstglosse ein breites Spektrum von Informationen.

raumK: Bedingt durch Ihre Arbeit reisen Sie sehr viel. Doch auch privat sind Reisen eines Ihrer Steckenpferde. Immer wieder kann man in Berichten über Sie lesen, dass Sie eine große Vorliebe für Asien haben. Was fasziniert Sie so sehr an Asien?

Wohlwend: An Asien fasziniert mich die spannende Kombination von jahrtausender alter Kultur und Tradition mit einem fulminanten Aufbruch in die Zukunft. Auch auf dem Gebiet der Kunst zählt der Kontinent derzeit sicher zu den aufregendsten und interessantesten Orten.

raumK: Wo sehen Sie sich in 10 Jahren, was sind Ihre Zukunftspläne?

Wohlwend: Natürlich gibt es konkrete Zukunftspläne, aber ich glaube, dass man sich ein Stück Offenheit und Flexibilität bewahren muss. Für die nahe Zukunft steht der weitere Ausbau der Kooperationen mit den internationalen Kunstmessen, wie etwa der Art Basel, dem Art Forum Berlin, der Art Dubai, der SH contemporary in Shanghai im Vordergrund. Im Oktober werde ich beispielsweise auf der FIAC in Paris sein, mit der seit zwei Jahren eine Medienpartnerschaft besteht.

raumK: Wir danken Ihnen für dieses Interview und wünschen Ihnen alles Gute. (sw/tm)

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